Stand: 16.03.2021

Landtagswahl Baden-Württeberg

Eine Auswertung der Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg nach Geschlecht zeigt, dass Frauen in der Politik nach wie vor stark unterrepräsentiert sind. Um dies zu ändern, sind zuallerst die Parteien gefordert. Es braucht einen politischen Kulturwandel.

Frauenanteil im neuen Landtag Baden-Württemberg bei 29,2 Prozent

Nach Analyse der Landeszentrale für politische Bildung wurden bei der Landtagswahl am 14. März 2021 insgesamt 45 Frauen und 109 Männer ins baden-württembergische Landesparlament gewählt. Dies entspricht einem Anteil von 29,2 Prozent und ist eine leichte Verbesserung im Vergleich zur letzten Wahlperiode mit einem Frauenanteil von 26,6 Prozent. Am meisten weibliche Abgeordnete schicken die Grünen mit knapp 50 Prozent in den neu gewählten Landtag. Bei der CDU liegt der Frauenanteil bei 26 Prozent. Weit abgeschlagen sind SPD, FDP und vor allem AfD, wenn es um den Anteil weiblicher Abgeordnete geht (Quelle: LpB Baden-Württemberg).

 

Wie viele Frauen wurden zur Landtagswahl aufgestellt?

Männliche Kandidaten sind bei der Landtagswahl 2021 bei weitem in der Mehrheit. Von den insgesamt 880 Kandidaturen zur Landtagswahl kommen 235 von Frauen. Das entspricht einem Frauenanteil unter den Kandidaturen von 26,7 Prozent. Im Vergleich zur Landtagswahl 2016 hat der Frauenanteil unter den Kandidatinnen und Kandidaten zwar deutlich zugenommen (2016: 19,3 %), jedoch ist angesichts der weiterhin geringen Anzahl nominierter Kandidatinnen der geringe Frauenanteil im Landtag auch nicht verwunderlich.

Von den Parteien, die in allen 70 Wahlkreisen des Landes antreten, weisen die GRÜNEN mit 45,7 % den höchsten Frauenanteil unter den Kandidaturen auf. In 32 Wahlkreisen kandidiert für die GRÜNEN eine Frau für das Erstmandat. Demgegenüber fällt der Frauenanteil unter den Bewerber*innen für die AfD mit 5,7 % am niedrigsten aus. Für die CDU kandidiert in 22 Wahlkreisen eine Frau (31,4 %), für die SPD in 25 (35,7 %), für die FDP in 15 (21,4 %) und für DIE LINKE in 22 Wahlkreisen (31,4 %) (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg).