Kandidierende zur Bundestagswahl 2021

Bremen

Die EAF Berlin hat im Rahmen des Helene Weber Kollegs die Kandidierenden in den Wahlkreisen und auf den Landeslisten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien recherchiert. Die Daten geben Auskunft darüber, wie hoch der Frauenanteil auf den Landeslisten und unter den Direktkandidaturen bei den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien ist. 

 

Wie viele Frauen wurden in Bremen auf den Landeslisten der Parteien aufgestellt?

Von den insgesamt 37 Kandidaturen in Bremen zur Bundestagswahl kommen 17 von Frauen. Das entspricht einem Frauenanteil unter den Kandidaturen von 45,9 Prozent. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 hat sich der Frauenanteil unter den Kandidierenden in den Parteien wie folgt verändert: 

Die LINKE kommt wie im Jahr 2017 mit 4 von 6 Plätzen auf einen Frauenanteil von 66,7 Prozent. Auch die CDU kommt auf einen Anteil von 60 Prozent (2017: 50 Prozent) und besetzt 3 ihrer insgesamt 5 Plätze mit einer Frau.

SPD und GRÜNE besetzen ihre Landeslisten paritätisch. Bei beiden Parteien sind, wie bei der vorherigen Bundestagswahl, 50 Prozent der Landeslistenplätze mit Frauen besetzt.

Die FDP besetzt 4 von 12 Plätzen ihrer Landesliste mit einer Frau und erreicht damit einen Frauenanteil von 33,3 Prozent (2017: 22,2 Prozent). Ausschließlich bei der AfD zeigt sich in Bremen ein anderes Bild: Sie besetzt keinen ihrer insgesamt zwei Listenplätze mit einer Frau.

 

Auf welchen Plätzen sind Frauen auf den Landeslisten der Parteien in Bremen aufgestellt?

Der Frauenanteil unter den Kandidat*innen ist mit einem Frauenanteil von rund 45,9 Prozent in Bremen verhältnismäßig hoch. Dieser einfache Anteil zeigt bereits eine Tendenz der parteiinternen Ansprüche hinsichtlich eines ausgeglichenen Verhältnisses von Frauen und Männern, gibt jedoch keine Auskunft darüber, ob Frauen auch auf aussichtsreichen Plätzen aufgestellt werden. Erhebungen zeigen beim Blick auf die Nominierung der Kandidatinnen und auf die tatsächlich Gewählten, dass große Unterschiede zwischen den Parteien zu erkennen sind. Aus diesem Grund ist ein Blick auf die genaue Platzierung von Frauen auf den Landeslisten der Parteien ebenfalls sinnvoll: