Kandidierende zur Bundestagswahl 2021

Baden-Württemberg

Die EAF Berlin hat im Rahmen des Helene Weber Kollegs die Kandidierenden in den Wahlkreisen und auf den Landeslisten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien recherchiert. Die Daten geben Auskunft darüber, wie hoch der Frauenanteil auf den Landeslisten und unter den Direktkandidaturen bei den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien ist. 

Wie viele Frauen wurden in Baden-Württemberg auf den Landeslisten der Parteien aufgestellt?

Von den insgesamt 224 Kandidaturen zur Bundestagswahl in Baden-Württemberg kommen 96 von Frauen. Das entspricht einem Frauenanteil von 42,9 Prozent. Damit liegt Baden-Württemberg bei den Landeslisten leicht über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 41,3 Prozent.

Grüne, Linke und CDU treten in dem südwestlichen Bundesland mit paritätisch besetzten Landeslisten an. Dabei kommen CDU und Linke auf genau 50 Prozent; bei der Bundestagwahl 2017 waren es 55 Prozent beziehungsweise 50 Prozent gewesen. Bei den Grünen beträgt der Frauenanteil mit 32 von 60 Plätzen auf der baden-württembergischen Landesliste 53,3 Prozent (2017: 50 Prozent).

Die SPD liegt in Baden-Württemberg mit 47,2 Prozent Frauen (17 von 36 Plätzen) knapp unter 50 Prozent, aber über ihrem durchschnittlichen Frauenanteil auf den Landeslisten von 44,3 Prozent und ebenfalls über ihrem Anteil aus dem Jahr 2017, welcher 46,2 Prozent betrug.

Die AfD besetzt ein Viertel ihrer Landeslistenplätze mit Frauen und liegt damit deutlich über ihrem Frauenanteil von 2017. Damals waren lediglich 13,3 Prozent der Kandidierenden Frauen gewesen.

Schlusslicht bildet in Baden-Württemberg die FDP. Sie vergibt nur 4 ihrer 36 Landeslistenplätze an Frauen und kommt damit auf einen Anteil von 11,1 Prozent (2017:18,9). Dies ist ihr bundesweit schlechtestes Ergebnis.