Portrait Serap Güler (CDU)

Serap Güler (CDU): Nicht nur von der Seitenlinie kommentieren

Serap Güler ist Mitglied der CDU – und seit September 2021 Bundestagsabgeordnete. Für einen Einstieg in die Politik entschied sich die Tochter türkischer Gastarbeiter*innen vor über zehn Jahren, weil sie endlich selbst Politik machen wollte - und nicht mehr nur von der Seitenlinie kommentieren. Heute beschäftigt sich die gebürtige Ruhrpottlerin vor allem mit Verteidigungspolitik. Und findet, dass sich alle politisch engagieren sollten, die Lust dazu haben – egal, wie sie aussehen und woher sie kommen.

Sichtbarkeit ist wichtig, findet die CDU-Politikerin Serap Güler. Vor allem, wenn es darum gehe, Menschen mit Migrationsbiografie für politisches Engagement zu motivieren.

„Wenn junge Menschen in der Politik Personen sehen, mit denen sie sich identifizieren können, vielleicht weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann merken sie von selbst, dass sie dort einen Platz haben. Und wenn sie wollen, bringen sie sich ein.“

Die 41-Jährige ist seit September 2021 Abgeordnete des Deutschen Bundestages, seit 2012 Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. Den Ausschlag, sich parteipolitisch zu engagieren, gab für die Tochter türkischer Gastarbeiter*innen ihre frühere Arbeit im nordrhein-westfälischen Landesministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. „Hier habe sie von Anfang an sehr politisch gearbeitet“, so Serap Güler, die im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen ist und 2009 in die CDU eintrat. „Irgendwann hat es mir gereicht, immer nur von der Seitenlinie zu kommentieren, ich wollte selbst machen. Und dann habe ich richtig angefangen mit der Politik.“

Einmal eingestiegen, ging es für Serap Güler rasch nach oben. 2012 wurde sie in den Landtag von NRW gewählt, fünf Jahre später in Düsseldorf Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Im Bundestag beschäftigt sich die Wahlkölnerin nun vor allem mit der Verteidigungspolitik. „Hier ist mir das übergeordnete Anliegen, dass erstens die Bundeswehr bei den Bürgerinnen und Bürgern das Ansehen genießt, das sie verdient. Und zweitens sollen die Soldatinnen und Soldaten auch die Mittel und Möglichkeiten bekommen, die es ihnen erlauben, ihren Dienst gut und sicher auszuführen“, sagt sie. Gerade in den dramatischen Tagen des Kriegs in der Ukraine sei die Bedeutung der Bundeswehr besonders deutlich geworden.

Nach dem Abitur machte Serap Güler erstmal eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Später studierte sie Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Duisburg-Essen, begann 2008 in der Ministerialverwaltung in NRW zu arbeiten.

Ihr familiärer Hintergrund habe durchaus ihre politische Karriere beeinflusst, meint die Bundestagsabgeordnete, die 2010 beschloss, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Schließlich spiele es für die Sicht auf die Welt und die Herangehensweise an Probleme immer eine Rolle, woher man komme. So sei ihre Perspektive davon geprägt gewesen, sich als Tochter von Zuwander*innen in Deutschland gut einbringen zu wollen. Und von der Dankbarkeit, mit der ihre Eltern jede Chance ergriffen hätten, die sich ihnen bot. „Dazu kommt ihr Arbeitsethos. Sie haben sich ihr Leben in Deutschland mit harter Arbeit aufgebaut.“

Bei ihrem Einstieg in die Politik und auf dem Weg zum Bundestagsmandat griff Serap Güler auch gerne auf die Erfahrungen politischer Weggefährt*innen zurück. „Ich bin nicht in den Parteistrukturen groß geworden, sondern bin über meine Arbeit im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen in die Politik gekommen. Daher war es für mich ein großes Glück, dass mich die älteren Kolleginnen und Kollegen an ihren Beobachtungen haben teilhaben lassen“, so die CDU-Politikerin. „Man muss ja auch nicht alle Fehler der anderen wiederholen.“ Ihr Ziel: Dass sich alle an Politik beteiligen, die dazu Lust haben – egal, wie sie aussehen und woher sie kommen.

Sichtbarkeit ist wichtig, findet die CDU-Politikerin Serap Güler. Vor allem, wenn es darum gehe, Menschen mit Migrationsbiografie für politisches Engagement zu motivieren.

„Wenn junge Menschen in der Politik Personen sehen, mit denen sie sich identifizieren können, vielleicht weil sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann merken sie von selbst, dass sie dort einen Platz haben. Und wenn sie wollen, bringen sie sich ein.“

Die 41-Jährige ist seit September 2021 Abgeordnete des Deutschen Bundestages, seit 2012 Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. Den Ausschlag, sich parteipolitisch zu engagieren, gab für die Tochter türkischer Gastarbeiter*innen ihre frühere Arbeit im nordrhein-westfälischen Landesministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. „Hier habe sie von Anfang an sehr politisch gearbeitet“, so Serap Güler, die im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen ist und 2009 in die CDU eintrat. „Irgendwann hat es mir gereicht, immer nur von der Seitenlinie zu kommentieren, ich wollte selbst machen. Und dann habe ich richtig angefangen mit der Politik.“

Einmal eingestiegen, ging es für Serap Güler rasch nach oben. 2012 wurde sie in den Landtag von NRW gewählt, fünf Jahre später in Düsseldorf Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Im Bundestag beschäftigt sich die Wahlkölnerin nun vor allem mit der Verteidigungspolitik. „Hier ist mir das übergeordnete Anliegen, dass erstens die Bundeswehr bei den Bürgerinnen und Bürgern das Ansehen genießt, das sie verdient. Und zweitens sollen die Soldatinnen und Soldaten auch die Mittel und Möglichkeiten bekommen, die es ihnen erlauben, ihren Dienst gut und sicher auszuführen“, sagt sie. Gerade in den dramatischen Tagen des Kriegs in der Ukraine sei die Bedeutung der Bundeswehr besonders deutlich geworden.

Nach dem Abitur machte Serap Güler erstmal eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Später studierte sie Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Duisburg-Essen, begann 2008 in der Ministerialverwaltung in NRW zu arbeiten.

Ihr familiärer Hintergrund habe durchaus ihre politische Karriere beeinflusst, meint die Bundestagsabgeordnete, die 2010 beschloss, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Schließlich spiele es für die Sicht auf die Welt und die Herangehensweise an Probleme immer eine Rolle, woher man komme. So sei ihre Perspektive davon geprägt gewesen, sich als Tochter von Zuwander*innen in Deutschland gut einbringen zu wollen. Und von der Dankbarkeit, mit der ihre Eltern jede Chance ergriffen hätten, die sich ihnen bot. „Dazu kommt ihr Arbeitsethos. Sie haben sich ihr Leben in Deutschland mit harter Arbeit aufgebaut.“

Bei ihrem Einstieg in die Politik und auf dem Weg zum Bundestagsmandat griff Serap Güler auch gerne auf die Erfahrungen politischer Weggefährt*innen zurück. „Ich bin nicht in den Parteistrukturen groß geworden, sondern bin über meine Arbeit im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen in die Politik gekommen. Daher war es für mich ein großes Glück, dass mich die älteren Kolleginnen und Kollegen an ihren Beobachtungen haben teilhaben lassen“, so die CDU-Politikerin. „Man muss ja auch nicht alle Fehler der anderen wiederholen.“ Ihr Ziel: Dass sich alle an Politik beteiligen, die dazu Lust haben – egal, wie sie aussehen und woher sie kommen.

Über Serap Güler

Serap Güler wurde als Kind einer türkischen Gastarbeiterfamilie geboren. Von 2012 bis 2017 war sie Abgeordnete im nordrhein-westfälischen Landtag. Seit 2012 ist sie Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands, seit 2013 stellvertretende Parteivorsitzende der CDU Köln. 2017 bis 2021 war sie Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in der Landesregierung in NRW. Seit 2021 hält Serap Güler ein Bundestagsmandat inne.