Kandidierende zur Bundestagswahl 2021

Sachsen

Die EAF Berlin hat im Rahmen des Helene Weber Kollegs die Kandidierenden in den Wahlkreisen und auf den Landeslisten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien recherchiert. Die Daten geben Auskunft darüber, wie hoch der Frauenanteil auf den Landeslisten und unter den Direktkandidaturen bei den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien ist. 

 

Wie viele Frauen wurden in Sachsen auf den Landeslisten der Parteien aufgestellt?

Von den insgesamt 99 Kandidaturen in Sachsen zur Bundestagswahl kommen 37 von Frauen. Das entspricht einem Frauenanteil unter den Kandidaturen von 37,4  Prozent. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 hat sich der Frauenanteil unter den Kandidierenden in den Parteien wie folgt verändert: 

Die GRÜNEN kommen mit 9 von 15 Plätzen auf einen Frauenanteil von 60 Prozent (2017: 54 Prozent) und die LINKE besetzt ihre Landesliste mit 7 von 14 Plätzen paritätisch (2017: 50 Prozent). Die CDU besetzt zur Bundestagswahl 2021 in Sachsen 11 von insgesamt 20 Plätzen ihrer Landesliste mit einer Frau. Damit erreichen Sie einen Frauenanteil von 55 Prozent. 2017 erreichten sie auf ihrer Landesliste einen Frauenanteil von 45 Prozent. 

Die SPD besetzt 5 von 14 Plätzen auf ihrer Liste mit einer Frau und erreicht damit einen Frauenanteil von 35,7 Prozent (2017: 25 Prozent). Dahinter folgt die FDP mit einem Frauenanteil von 25 Prozent. Sie besetzt insgesamt 4 von 16 Plätzen mit einer Frau. 

Mit Abstand die wenigsten Frauen schickt die AFD ins Rennen. Sie besetzt nur einen von insgesamt 20 Plätzen mit einer Frau und erreicht damit einen mageren Frauenanteil von 5 Prozent. Zur Bundestagswahl 2017 lag dieser immerhin noch bei 10 Prozent. 

 

Auf welchen Plätzen sind Frauen auf den Landeslisten der Parteien in Sachsen aufgestellt?

Der einfache Frauenanteil der Landeslisten Sachsen zeigt bereits eine Tendenz der parteiinternen Ansprüche hinsichtlich eines ausgeglichenen Verhältnisses von Frauen und Männern. Dieser gibt jedoch keine Auskunft darüber, ob Frauen auch auf aussichtsreichen Plätzen aufgestellt werden. Erhebungen zeigen beim Blick auf die Nominierung der Kandidatinnen und auf die tatsächlich Gewählten, dass große Unterschiede zwischen den Parteien zu erkennen sind und lässt vermuten, dass Frauen oftmals auf den hinteren Plätzen zu finden sind. Aus diesem Grund ist ein Blick auf die genaue Platzierung von Frauen auf den Landeslisten der Parteien ebenfalls sinnvoll und zeigt beim Blick auf die Landeslisten der Parteien in Sachsen, dass bei beispielsweise der AfD und FDP ein geringerer Anteil an Frauen nach der Wahl zu erwarten ist: